letzter Handelshafen im Süden
Port Linsar
Süsswasser trifft Salzwasser
PORT LINSAR – DAS TOR ZUM SÜDEN
Wo die Gischt Geschichten schreibt und die Händler Lügen weben
Im Quarter Linsar, dort wo der Fluss Veltmar sein silbernes Band ins Meer ergießt, krallt sich Port Linsar wie eine schuppige Meeresschildkröte an die Klippen. Diese Stadt riecht nach Salz, Teer und dreisten Versprechungen – denn hier legen nicht nur Schiffe an, sondern auch Schicksale.
Die Hafenpromenade ist ein Taumel aus Tavernen und Spelunken, in denen Kapitäne mit vergoldeten Zähnen über Prisenpreise feilschen, und Bordellen, wo die Matrosen aus ganz Whenua ihre letzten Kupfer für „Nixen“ verspielen (die in Wahrheit oft nur schmutzige Fischertöchter sind). Über allem thront die Saphir-Festung des Protektors Canis Latrans, dessen Wachen genüsslich zusehen, wie die Garde Diebe in den engen Gassen jagen.
Doch Port Linsars wahres Herz schlägt im „Basar der 100 Wunder“: Hier stapeln sich Fässer mit Redis’ Feuergewürzen, Felle der Eiswölfe aus Melvis – und angeblich sogar Dracheneier (die sich später als versteinerte Kürbisse entpuppen). Nachts, wenn der Nebelhorn-Turm sein warmes Licht über die Dächer gießt, flüstern die Händler von der „Galeere der Verdammten“, einem Geisterschiff, das nur Betrunkene sehen.
