Die Cerulfälle – cataracta multiplex („viele Fälle“)

DIE

Cerulfälle

Rwang horoi tapu

„Das unglaubliche Tosen der vielen kleinen Wasserfälle des großen Flusses in der Bucht des Hochlandes führte uns schon von Weitem in diese Richtung. Doch konnten wir allein daraus die Schönheit dieses Ortes nicht erahnen, die sich aus den vielen kleinen Flusssträngen ergab, die sich hier nach unten ergossen. Mehrere, teils übereinanderliegende Regenbögen blendeten unsere durch die Gischt ohnehin schon getrübte Sicht.“

So beschrieb ein Legionär in seinem Expeditionsbericht die cataracta multiplex, die gemeinhin Cerulfälle genannt werden.

Heute hat sich die Aussicht deutlich verändert. Zwar sind die Wasserfälle immer noch beeindruckend, doch wurden viele der kleineren Ströme in Holzleitungen gefasst, um die am Fuße der Klippen liegende Ortschaft mit Wasser zu versorgen. Zahlreiche Wasserräder wurden direkt an den Fällen errichtet, um die Flaschenzüge der Kräne anzutreiben, die Waren und Personen hinauf- und hinunterbefördern.

Gleichzeitig stürzen beinahe ununterbrochen Baumstämme die Fälle hinab. Unten, in der kleinen Stadt Casa Stiptis („Stammfall“), werden sie zu Brettern und Bauholz verarbeitet – ein Bild von Macht und Geschäftigkeit, das die einst reine Natur in eine Quelle des Fortschritts verwandelte.

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