TANN
Elmora
Elmora
Westlich von Gradum, am Fuß des Gebirges liegt das Dorf Elmora.
In Elmora leben ca. 280 Seelen welche aber nicht alles gebürtige Whenuaner sind. Zirka zwei Drittel der Bevölkerung sind gebürtige Einwohner eines fernen Landes.
Vor ungefähr 65 Jahren ist eine Gruppe mit 200 Leuten aus einem verschollenen Land südlich von Whenua aufgebrochen um in einem anderen Land Fuß zu fassen. Whenua war das auserwählte Ziel. Die Vorsteherin der Gruppe Ariadne führte ihre Leute in das Zentrum von Melvis da sie dort starke Macht spürte und eine gute Verbindung zur Natur hatte.
Die Gruppe hatte einen hohen Anteil an Handwerkern und Landwirten, und somit wurde zügig das neue Dorf angelegt. Die Bewohner des neuen Dorfes Elmora wollten eher zurückgezogen leben und versuchten wenig auf sich aufmerksam zu machen.
Ariadne war nicht nur Dorfvorsteherin, sondern auch die Hohepriesterin der Anhänger des Pantheons Lhiannons. Da in Whenua vorrangig die Prinzipien verehrt wurden war dies ein weiterer Grund nicht aufzufallen. Der eingewanderte Bevölkerungsanteil ist zu mehr als die Hälfte magisch begabt. Die in Whenua gezeugten Kinder wurden Großteils in ihrem Heimatland zur Welt gebracht um auch hier die Chance auf Magiebegabung zu erhöhen. Seitdem das Land in den Nebeln verschwunden ist, sind nur noch die jüngsten Nachkommen magisch begünstigt. In Elmora werden die Nächte der Vollmonde ausgiebig gefeiert, sowie die acht großen Jahresfeste.
Die Einwohner sind gastfreundlich und hilfsbereit, allerdings mit einer gewissen Skepsis und Vorsicht. Neben zwei Tavernen innerhalb des Dorfes ist noch ein großes Heilerhaus etwas außerhalb von Elmora am Waldesrand eine bekannte Institution. Es besteht ein sehr starker Zusammenhalt innerhalb der Dörfler. Die große Gemeinschaft ist sehr religiös und pflegt die Gebräuche und Riten aus der alten Heimat. Sollte es zu Streitigkeiten kommen wird versucht dies zuerst innerhalb der Dorfgemeinschaft zu klären mit Hilfe des Dorfvorstandes. Es wird vermieden die Magistrate zu belangen.
Lavendulaebene
Am nördlichen Rand des Dorfes erstreckt sich die Lavendulaebene. Das Gebiet trägt den Namen da hier aufgrund des sehr milden Klimas hervorragend Lavendel kultiviert werden kann, ebenso Heil- und Würzkräuter verschiedenster Art.
Die Einwohner Elmoras haben sich auf den Kräuteranbau und die Imkerei spezialisiert.
Viehzucht und Ackerwirtschaft wird ausschließlich für den Eigenbedarf von einzelnen Familien betrieben, welche das gesamte Dorf versorgen.
Die Verarbeitung der Kräuter und Imkereiprodukte erfolgt in Elmora und wird von dort in andere Bereiche von Melvis vertrieben.
Tann der tausend Seelen
Das Dorf Elmora ist sehr nah an einem großen Wald gebaut. Bei den Whenuanern ist der gesamte Wald unter dem Namen „“ bekannt. Die Einwohner Elmoras nennen den südöstlichen Bereich jedoch den Tann der tausend Seelen. Wenn man über die Straße die durch die Siedlung Lignates reist erkennt man sehr stark verwucherten Wald, vereinzelt sogar die Dornenhecken. Selten ist ein Wanderer so wagemutig oder irrsinnig den Teil des Waldes von Norden zu betreten. Sicherer ist es den Wald von Süden zu betreten, auch wenn es hier tückische Moore beziehungsweise dichtes Unterholz gibt. Eine schmale Schneise führt durch das Moor von Elmora weg in den Teil des Waldes in dem äußerst viel Leben herrscht. Jedoch nicht das reguläre das in jedem anderen Wald Whenuas zu finden ist. Geschützt vom Moor und der Dornenhecke tummeln sich hier äußerst viele Naturgeister. Von der kleinen Pixie bis hin zu mannshohen Waldschraten. Es gibt Berichte über dort gesehene Dryaden, Sylphen und auch Gnome. Der See „Cianalas“ beherbergt auch eine Limnade (Seenymphe) die aber sehr, sehr scheu ist. Freundliche Irrlichter haben schon manch verirrtem Wanderer den Weg nach draußen gezeigt. Aquabären gewährten Schutz und Fliederfüchse Heilung, wenn man eine gute Geschichte zu erzählen wusste.
Eine weitere Besonderheit in diesem Gebiet sind die drei Kraftquellen, Iar, Ear und Deas genannt von den Bewohnern Elmoras. Es sind große Eichen die um Steine herumgewachsen sind – für das Auge eines Laien. Magiekundige sehen die Kanalisierung der Kraft des Landes. Durch diese Ansammlung an Macht kommt es manchmal zu einem Flimmern zwischen den Ebenen. Es gibt Mythen und Geschichten über Wandernde die diese Steine im Baum berührt haben und sich wo anders wiedergefunden haben. Allerdings konnten sie auch wieder über diesen Weg zurückkehren – wenn der Zeitpunkt günstig war.
Die Kräuter und alchemistischen Zutaten in dem Waldstück sind vereinzelt äußerst potent und ermöglichen stärkere Tränke oder eine höhere Anzahl an Tränken aus den einzelnen Zutaten.

