die Hauptstadt
Ostarium
Die große Stadt Ostarium liegt am Treffpunkt dreier Flüsse, den die Whenuer das „Dreiflussdelta“ nennen. Der Cerul entspringt in den Bergen im Nordosten und wird auf seinem Weg nach Ostarium noch von weiteren, kleinen Zuflüssen gespeist. Bei Ostarium entspringt der Nauca aus dem Cerul. Der Cerul fließt weiter nach Westen zum Meer und verbindet Ostarium mit Port Redis. Der Nauca fließt nach Süden und verbindet Ostarium, Gradum und Venvicium.
Reise Empfehlung: Ja
Sicherheit: ****o
Reise Typ: alleine und in Gruppe
Stadt und Umgebung
Das gesamte Gebiet des Dreiflussdeltas zählt ebenfalls zum Quarter Ostarium. Sein fruchtbarer Boden wird von vielen Bauern bestellt, die einen großen Teil des Nahrungsbedarfes von Ostarium abdecken. Doch natürlich würde die Produktion des Dreiflussdeltas niemals ausreichen, um die Hauptstadt zu ernähren, darum ist Ostarium auf den Import von Lebensmitteln angewiesen.
Über hundert tausend Menschen leben in Ostarium, und fast ein drittel von ihnen entstammen Patrizierfamilien. Die breite Masse der Ostarier sind Handwerker, Dienstboten und Händler. Auf der großen Universität finden sich zu jeder Zeit wenigstens 20.000 Studenten, und fast ebenso viele Menschen werden benötigt, um den Universitätsbetrieb aufrecht zu erhalten: Professoren, Bedienstete, Beamte.
Es gibt kein richtiges Armenviertel in Ostarium, lediglich Viertel, in denen kein Prunk und kein Glanz zu finden sind. Die richtigen Elendsviertel sind außerhalb der Stadtmauern zu finden, zumeist in den Auen der drei Flüsse, wo kein Ackerbau betrieben werden kann. In diesen Ghettos leben vor allem Rwang.
eine Reise wert!
vom reisenden Schöngeist Albrecht von der Silberzunge
OSTARIUM – Wer glaubte, diese Stadt sei nach Jahren blutiger Belagerung nur noch ein Schatten ihrer selbst, der muss nun demütig sein Urteil fressen wie ein Bauer seinen Kohl! Die Perle Whenuas erstrahlt wieder in solchem Glanz, dass selbst die Götter ihre Spiegel putzen.
Zwischen den neu errichteten Säulen der Tempelviertel weht der Duft von Weihrauch und Abenteuer. Ob man nun vor den Altären des Allvaters kniet oder im verbotenen Winkel der Sunkora-Anhänger nach Orakeln lechzt – hier findet jeder Narr seinen Gott (und jeder Dieb eine volle Tasche).
Doch wahrlich: Ostariums wahre Magie offenbart sich erst, wenn die Sonne hinter den flammenden Bergen versinkt. Dann erglühen die Gipfel wie Drachenschuppen, die Kuppeln spiegeln das Feuer wider, und selbst hartgesottene Söldner verstummen beim Anblick. „Einmal sah ich einen betrunkenen Zwerg weinen – nicht wegen des Weins, sondern dieses Anblicks!“, gestand mir Wirt Brasso vom „Goldenen Narren“.
Freilich – wer nur staunt, verpasst das Beste: Die Garküchen am Hafen! Hier gibt’s gebratene Tauben aus Linsar, gepökelte Riesenkrakenarme von den Küsten Redis‘ und sogar das berüchtigte „Höllengebräu“ aus Melvis’ unterirdischen Gärten. (Ein Schluck, und man versteht plötzlich die Lyrik der Orks.)
Kommt, bewundert, verschlingt – und hütet eure Beutel! Denn wo Licht ist, sind auch Schatten… und Ostariums Gassen flüstern von neuen Gefahren.





